Neuer Vorstand gewählt

Neuer Vorstand gewählt


Herford. Die Jungsozialisten/innen in der SPD Herford wählten am Mo. 14.01.2013 ihren neuen Vorstand. Pascal Kuhfus wurde als Vorsitzender bestätigt.

Kuhfus: „Ich freue mich sehr über das entgegengebrachte Vertrauen. Wir haben uns in den letzten Jahren vielfältig und erfolgreich in die Herforder Kommunalpolitik sowie in Landes- und Bundespolitik eingemischt. Wir haben uns als fester Bestandteil und verlässlicher Partner der Herforder SPD bewiesen.“

Auf diesen Erfolgen wollen sich die Jusos aber keinesfalls ausruhen.
Kuhfus neu gewählter Stellvertreter Joshua La Mura ergänzt: „Mit alten und neuen Genossinnen und Genossen wollen wir diese erfolgreiche Arbeit nun weiterführen.“

Außerdem wurden Christian Terholsen als Kassierer, Leon Ragati als Schriftführer, Erdal Ekinci als stellv. Schriftführerin sowie Michelle Gummich und Moritz Tanner als Beisitzer/innen gewählt.

Mitbestimmung, ja sicher – aber wie?

Mitbestimmung, ja sicher – aber wie?

Partizipation für Jugendliche: Sie soll ins Wahlprogramm der SPD / Partei und Jusos suchen den Dialog

Das Podium: Julian Frohloff, Pascal Kuhfus, Dr. Georg Robra, Horst Heining, Andreas Rödel und Christa Kollmeier (v. l., bis auf den Dezernenten Robra alle SPD) suchen nach Wegen, wie Mitbestimmung Jugendlicher in Kommune und Politik aussehen könnte. FOTO: RALF BITTNER

VON RALF BITTNER
Herford. Das Ziel, das die SPD bis zum Kommunalwahlkampf 2014 in ihr Wahlprogramm aufnehmen möchte, scheint eigentlich ganz einfach, nämlich „Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Prozessen“. Eine erste Diskussionsrunde im Jugendzentrum die 9 brachte vor allem eines: weiteren Diskussionsbedarf.

Ähnlich dem Bürger-Dialog, soll das Programm im Miteinander der Betroffenen und Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind, entstehen. Julian Frohloff (SPD) erinnerte an die Debatte um die Sperrung des Schulhofs Meierfeld, wo es zwar einen Klärungsversuch zwischen jugendlichen Nutzern und lärmgeplagten Anwohnern gegeben habe, sich am Ende aber die Mächtigen, in diesem Falle die Erwachsenen, durchgesetzt hätten.

Jugend-Dezernent Dr. Georg Robra warf grundsätzliche Fragen auf: „Es muss geklärt werden, wie Jugendliche, Politik und Verwaltung ins Gespräch kommen.“ Ein anderes Problem sei es, dass sich oft nur Jugendliche aus bürgerlichen Familien engagieren. Und wie das Beispiel der Mittelstreichung für das Fla zeige, bedeute ein Gespräch nicht automatisch, dass sich auch eine einvernehmliche Lösung finden lasse.

Horst Heining, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat und Mitglied im Jugendausschuss, bezweifelte, dass die bestehenden kommunalen Strukturen überhaupt geeignet seien, um Jugendlichen eine Mitbestimmung zu ermöglichen: „Glauben Sie und wollen wir, dass Kinder etwa über den Haushalt mitdiskutieren können?“ Außerdem hegt er Zweifel daran, dass Schule trotz aller Bemühungen wirklich vermittele, welche Chancen eine Mitbestimmung biete.

Praktiker wie Claudia Griese (Jugendzentrum die 9) glauben, dass Kinder sich dann engagieren, wenn das Thema sie unmittelbar betrifft und erinnerte an die Beteiligung von Kindern bei der Gestaltung von Spielplätzen: „Wichtig ist aber, dass etwas passiert. Wenn die Kinder sich einen Dschungel wünschen, dann müssen sich die zuständigen Mitarbeiter auch auf die Suche nach passenden Spielgeräten machen.“

Ein missglücktes Beispiel sei das Beteiligungsprojekt im Kleinen Feld. Über Jahre hätten sich Bürger, Kinder und Jugendliche – selbst sonst nur schwer zu erreichende Menschen mit Migrationshintergrund – mit ihren Ideen eingebracht, und dann sei nichts passiert. „Wenn so etwas ein paar Mal passiert, machen die Jugendlichen nie wieder mit“, warnte Daniela Menke vom Stadtjugendring. Marcel Köditz, Streetworker im Kleinen Feld, warnte davor, Sozialarbeiter nur noch dazu einzusetzen, um „für Ruhe zu sorgen“.

Umstritten war der Sinn von Schüler- oder Jugendparlamenten. Lennart Domnick vom Vlothoer Jugendparlament berichtete von seinen Erfahrungen. Sinn mache das nur, wenn so ein Parlament kein Alibi sei, sondern in bestimmten Bereichen mitreden und eigene Projekte umsetzen könne: „Ohne einen eigenen Haushalt, aus dem die Projekte finanziert werden können, oder einen mindestens beratenden Sitz im zuständigen Ausschuss geht das nicht.“ Andere Vorschläge gingen dahin, Schulen stärker einzubinden. „In der Schule könnten Abstimmungen organisiert und die Themen im Unterricht behandelt werden“, schlug Shamail Shahid Qureshi (Jusos) vor. Andreas Rödel (SPD und Sozialarbeiter) setzte sich für die Schaffung „pädagogikfreier Räume“ ein, in den Jugendliche eigene Erfahrungen machen und Ideen entwickeln können.

Zwischen jugendlicher Selbstorganisation und Einbindung in die Strukturen der Kommunalpolitik liegen Welten und unzählige Möglichkeiten – und vor der SPD sicher noch die ein oder andere Diskussion.

© 2012 Neue Westfälische
09 – Herford, Montag 26. November 2012

Ein Weihnachtsbaum auf Wanderschaft……

…deine Wünsche an die Jusos Herford.

Egal, was Dir am Herzen liegt und mit welcher Idee Du Herford besser machen willst: Lasst uns gemeinsam die besten Lösungen suchen. Wir können nichts versprechen, aber wir wollen mir Dir über deine Wünsche für Herford diskutieren. Deine Wünsche und Anregungen kannst du uns mit dem unten stehenden Formular zukommen lassen.

Unser Weihnachtsbaum auf Wanderschaft befindet sich jede Adventswoche in einem der vier Herforder Jugendzentren („Die 9“, Punch, FlaFla & Jugendzentrum Tott). Die genauen Termine werden in der nächsten Woche bekannt gegeben.

Hier geht es zum Formular

SPD lädt zum Dialog über Kinder- und Jugendpartizipation in der Stadt Herford

Herford. Ähnlich dem Bürger-Dialog der SPD im Bund möchte die SPD Herford in einen Dialog mit Vertretern der Jugendzentren, der Schulen und der Wohlfahrtsverbände treten um mit ihnen über Kinder- und Jugendpartizipation in der Stadt Herford zu sprechen.

„Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Prozessen beschäftigt uns schon länger. In Herford sind auch schon viele verschiedene Projekte angestoßen worden“, so Pascal Kuhfus, der Vorsitzender der Herforder Jusos, der Jugendorganisation der SPD.

Die Jusos und die SPD Herford wollen nun gemeinsam mit Betroffenen und Interessierten ein Konzept für eine funktionierende Kinder- und Jugendpartizipation in Herford erarbeiten, welches Teil des Wahlprogrammes der SPD zur Kommunalwahl 2014 werden soll.

„Wir laden alle Interessierten am Freitag, den 23. November von 18 bis 20 Uhr in das Jugendzentrum „Die 9“, Auf der Freiheit 9, 32051 Herford, ein mit uns zu diskutieren“, so Christa Kollmeier, SPD-Stadtverbandsvorsitzende.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht zwingend notwendig, wäre aber erwünscht. Anmeldungen unter info@julian-frohloff.de.

Die derzeitige Situation der Kinder- und Jugendpartizipation in Herford wird Sozialdezernent Dr. Robra in Form eines kurzen Impules erläutern. Gemeinsam mit dem stellv. Bürgermeister Andreas Rödel und dem Jugendhilfeausschussvorsitzenden Horst Heining steht er auf dem Podium als Diskutant zur Verfügung.

Gemeinsam für Vielfalt – Löhne gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

Löhne. In Löhne hat vor einiger Zeit die selbsternannte Justizopferhilfe (JOH) NRW ein Büro eröffnet. Das Büro leistet Pseudo-Beratung für Menschen, die sich über die Rechtmäßigkeit staatlichen Handelns informieren wollen. Die JOH verleugnet das Bestehen der Bundesrepublik Deutschland und des Grundgesetzes.

Sie beruft sich samt selbst gebastelten Ausweisen auf ihren eigenen Fantasiestaat „Germanitien“, der so viel völkerrechtliche Anerkennung wie das Nimmerland genießt. Die Neue Westfälische berichtete hierüber im Interview mit einem namhaften Verfassungsrechtler.

Als wären diese absurden Ideen allein nicht bereits genug, die Akteure der JOH sind obendrein rechtsextrem motiviert. Hierfür sprechen Fakten. Die wenigsten Neonazis tragen Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel. Über die Links auf der Homepage und die Vergangenheit der führenden Mitglieder, lassen sich Verbindungen zur rechten Szene herstellen. ExpertInnen warnten bereits in der Presse.

AnhängerInnen der JOH scheitern währenddessen kläglich an dem Versuch, ihr Verhalten durch fadenscheinige Gründe zu rechtfertigen. Denn wer sollte ihnen glauben schenken? Peter Pan?

Zugegeben die JOH ist sehr einfältig, wir hingegen sind vielfältig:

Wer sind wir?
Wir sind ein offener Zusammenschluss, der Widerstand gegen die JOH und jegliches rechtsextremes Gedankengut in Löhne leistet. Auf Initiative junger Demokratinnen und Demokraten haben wir uns am 27.08.2012 zusammengeschlossen.

Was machen wir?
1. Ganz entscheidend klarmachen, dass die JOH und andere Rechtsextreme in Löhne unerwünscht sind!

2. Als breites Aktionsbündnis eine menschenfreundliche, lebensfrohe, aktive und mutige Gemeinde repräsentieren!

3. Zur Meinungsbildung beitragen und erreichen, dass jede Einwohnerin und jeder Einwohner seine eigene Position zum Thema beziehen kann.

Warum ist unsere Arbeit notwendig?
Die Vergangenheit und auch jüngste Ereignisse haben gezeigt, dass Wegschauen die Falschen schützt. Neonazis sollen sich weder in Löhne noch irgendwo anders geduldet fühlen.

Wie kann ich mitmachen?
Ob als Einzelpersonen oder Gruppe (Verein, Organisation, Partei etc.), die demokratische und menschenrechtliche Prinzipien teilt, könnt ihr jederzeit dabei sein.

Demo: Gemeinsam für Vielfalt- Löhne gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

Fr. 28.09.2012 18 Uhr
Route: Vorplatz der Werretalhalle – Festplatz in Löhne

Was kann ich sonst noch tun?
Informiere dich (z.B. im Internet, hier kannst du auch die Presseberichte nachschlagen*) und trete in Diskussion. Mache Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen auf das Thema aufmerksam. Misch dich ein, wenn rechter Gedankenmüll in deiner Gegenwart verharmlost wird.

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Parteijugenden rocken

Die Band
Die Band „Death but still Breathing“ beschließt den Abend im Jugendzentrum „Die 9“ mit dröhnendem Gitarrengewitter. |FOTO: RALF BITTNER

Drei Bands locken 120 Fans zum gemeinsamen Konzert ins Jugendzentrum „Die 9“

VON RALF BITTNER

Herford. „Politik ist mehr als alltäglicher Streit um Kleinigkeiten“, beschreibt Meshut Cakar von der Linksjugend „Solid“ die Idee hinter dem Festival „Raise Your Voice“, das seine Gruppe gemeinsam mit den Jusos, Grüner Jugend und den Jungen Piraten im Jugendzentrum die 9 organisiert hatte.

„Die Idee kam vom Piraten Hannes Gesmann“, sagt Juso Pascal Kuhfus, sei aber bei allen vier Organisationen einhellig begrüßt worden: „Die Jugendlichen sollen sehen, dass es bei uns nicht nur um trockene Themen geht.“ Im JZ „die 9“ stand jedenfalls die Musik im Mittelpunkt.

Neben den Bielefeldern „Jacks&Jokers“ standen mit „Five Seasons“ und „Dead but still breathing“ zwei lokale Bands auf der Bühne. Die ebenfalls angekündigten „Jiggy & die Müsligang“ mussten ihren Auftritt absagen, weil sie kein Auto hatten.

Die anderen Bands präsentierten sich professionell und brachten die mehr als 120 Zuhörer beim ersten Rock-Konzert in dem Jugendzentrum seit Übernahme durch die AWO zum Tanzen. Wer die Bands noch einmal erleben möchte, hat dazu am Freitag, 14. September, beim Kultur- Festival im Friedrichs-Gymnasium Gelegenheit, dann mit Verstärkung durch Joschka Brings.

© Neue Westfälische, 11.09.2012