Jusos setzen sich für Tim Kähler ein

Jusos setzen sich für Tim Kähler ein

SPD-Kandidat stellt sich bei jungen Mitgliedern vor

JHV Jusos Herford 1

Tim Kähler (Mitte) mit den Herforder Jusos. Erdal Ekinci, Jan-Felix Löher, Baris Uyar, Jost Heller, Henrik Terholsen, Moritz Tanner, Sven Fleer, Alexander Frohloff, Christian Terholsen, Shamail Quereshi, Pascal Kuhfus und Hasan Quereshi (v.l.).

Der erfahrene Politiker trifft auf die „Jungen Wilden.“ SPD-Bürgermeister Kandidat Tim Kähler stattet den Herforder Jusos bei ihren Vorstandswahlen einen Besuch ab. Dabei stellte Kähler den Jungsozialisten seine Ziele und Visionen für Herford vor und machte deutlich, dass er sich auch um die jungen Bürger der Stadt kümmern möchte. „Herford hat viele Entwicklungschancen, es bedarf nur mutiger Entscheidungen“, dazu gehören nach Meinung des Sozialdezernenten der Stadt Bielefeld die Entwicklungschancen der Innenstadt, Jugendpartizipation, Konversion, Bürgernähe und die lokale Demokratie. „Wir wollen daran arbeiten, die Kommunikation von Jung und Alt in der Stadt zu verbessern und vor allem junge Menschen stärker einzubinden. Die Jusos seien dafür ein wichtiger Ansprechpartner,“ so Tim Kähler.

Um die „junge Meinung“ in seinen Wahlkampf einzubinden, hat Tim Kähler eigens ein junges Team, bestehend aus einigen Juso Mitgliedern ins Leben gerufen. „Die jungen Leute wissen, wie gleichaltrige ticken und was diese Jugendlichen für eine Politik wollen“, betont Kähler. „Deshalb sollen sie auch mitwirken.“ Auf die Unterstützung für den Bürgermeister-Wahlkampf durch die Herforder Jusos, kann Kähler in jedem Fall zählen, ist sich der Vorsitzende Pascal Kuhfus sicher: „Wir stehen hinter Tim Kähler und setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass er Herfords nächster Bürgermeister wird.“

Angeführt werden die Herforder Jusos von Pascal Kuhfus, der im neuen Vorstand erneut zum Vorsitzenden gewählt wurde. Sein Stellvertreter ist Christian Terholsen, der gleichzeitig auch das Amt des Kassierers übernimmt. Erfreulicherweise kommen auch die Frauen bei den Herforder Jusos nicht zu kurz, so wurde Baris Uyar ebenfalls zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die weiteren Funktionen bekleiden Erdal Ekinci (Schriftführer), Sven Fleer (stellvertretender Schriftführer), sowie die Beisitzer Michelle Gummich und Jost Heller.

Mitbestimmung, ja sicher – aber wie?

Mitbestimmung, ja sicher – aber wie?

Partizipation für Jugendliche: Sie soll ins Wahlprogramm der SPD / Partei und Jusos suchen den Dialog

Das Podium: Julian Frohloff, Pascal Kuhfus, Dr. Georg Robra, Horst Heining, Andreas Rödel und Christa Kollmeier (v. l., bis auf den Dezernenten Robra alle SPD) suchen nach Wegen, wie Mitbestimmung Jugendlicher in Kommune und Politik aussehen könnte. FOTO: RALF BITTNER

VON RALF BITTNER
Herford. Das Ziel, das die SPD bis zum Kommunalwahlkampf 2014 in ihr Wahlprogramm aufnehmen möchte, scheint eigentlich ganz einfach, nämlich „Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Prozessen“. Eine erste Diskussionsrunde im Jugendzentrum die 9 brachte vor allem eines: weiteren Diskussionsbedarf.

Ähnlich dem Bürger-Dialog, soll das Programm im Miteinander der Betroffenen und Menschen, die in der Jugendarbeit tätig sind, entstehen. Julian Frohloff (SPD) erinnerte an die Debatte um die Sperrung des Schulhofs Meierfeld, wo es zwar einen Klärungsversuch zwischen jugendlichen Nutzern und lärmgeplagten Anwohnern gegeben habe, sich am Ende aber die Mächtigen, in diesem Falle die Erwachsenen, durchgesetzt hätten.

Jugend-Dezernent Dr. Georg Robra warf grundsätzliche Fragen auf: „Es muss geklärt werden, wie Jugendliche, Politik und Verwaltung ins Gespräch kommen.“ Ein anderes Problem sei es, dass sich oft nur Jugendliche aus bürgerlichen Familien engagieren. Und wie das Beispiel der Mittelstreichung für das Fla zeige, bedeute ein Gespräch nicht automatisch, dass sich auch eine einvernehmliche Lösung finden lasse.

Horst Heining, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat und Mitglied im Jugendausschuss, bezweifelte, dass die bestehenden kommunalen Strukturen überhaupt geeignet seien, um Jugendlichen eine Mitbestimmung zu ermöglichen: „Glauben Sie und wollen wir, dass Kinder etwa über den Haushalt mitdiskutieren können?“ Außerdem hegt er Zweifel daran, dass Schule trotz aller Bemühungen wirklich vermittele, welche Chancen eine Mitbestimmung biete.

Praktiker wie Claudia Griese (Jugendzentrum die 9) glauben, dass Kinder sich dann engagieren, wenn das Thema sie unmittelbar betrifft und erinnerte an die Beteiligung von Kindern bei der Gestaltung von Spielplätzen: „Wichtig ist aber, dass etwas passiert. Wenn die Kinder sich einen Dschungel wünschen, dann müssen sich die zuständigen Mitarbeiter auch auf die Suche nach passenden Spielgeräten machen.“

Ein missglücktes Beispiel sei das Beteiligungsprojekt im Kleinen Feld. Über Jahre hätten sich Bürger, Kinder und Jugendliche – selbst sonst nur schwer zu erreichende Menschen mit Migrationshintergrund – mit ihren Ideen eingebracht, und dann sei nichts passiert. „Wenn so etwas ein paar Mal passiert, machen die Jugendlichen nie wieder mit“, warnte Daniela Menke vom Stadtjugendring. Marcel Köditz, Streetworker im Kleinen Feld, warnte davor, Sozialarbeiter nur noch dazu einzusetzen, um „für Ruhe zu sorgen“.

Umstritten war der Sinn von Schüler- oder Jugendparlamenten. Lennart Domnick vom Vlothoer Jugendparlament berichtete von seinen Erfahrungen. Sinn mache das nur, wenn so ein Parlament kein Alibi sei, sondern in bestimmten Bereichen mitreden und eigene Projekte umsetzen könne: „Ohne einen eigenen Haushalt, aus dem die Projekte finanziert werden können, oder einen mindestens beratenden Sitz im zuständigen Ausschuss geht das nicht.“ Andere Vorschläge gingen dahin, Schulen stärker einzubinden. „In der Schule könnten Abstimmungen organisiert und die Themen im Unterricht behandelt werden“, schlug Shamail Shahid Qureshi (Jusos) vor. Andreas Rödel (SPD und Sozialarbeiter) setzte sich für die Schaffung „pädagogikfreier Räume“ ein, in den Jugendliche eigene Erfahrungen machen und Ideen entwickeln können.

Zwischen jugendlicher Selbstorganisation und Einbindung in die Strukturen der Kommunalpolitik liegen Welten und unzählige Möglichkeiten – und vor der SPD sicher noch die ein oder andere Diskussion.

© 2012 Neue Westfälische
09 – Herford, Montag 26. November 2012

Parteijugenden rocken

Die Band
Die Band „Death but still Breathing“ beschließt den Abend im Jugendzentrum „Die 9“ mit dröhnendem Gitarrengewitter. |FOTO: RALF BITTNER

Drei Bands locken 120 Fans zum gemeinsamen Konzert ins Jugendzentrum „Die 9“

VON RALF BITTNER

Herford. „Politik ist mehr als alltäglicher Streit um Kleinigkeiten“, beschreibt Meshut Cakar von der Linksjugend „Solid“ die Idee hinter dem Festival „Raise Your Voice“, das seine Gruppe gemeinsam mit den Jusos, Grüner Jugend und den Jungen Piraten im Jugendzentrum die 9 organisiert hatte.

„Die Idee kam vom Piraten Hannes Gesmann“, sagt Juso Pascal Kuhfus, sei aber bei allen vier Organisationen einhellig begrüßt worden: „Die Jugendlichen sollen sehen, dass es bei uns nicht nur um trockene Themen geht.“ Im JZ „die 9“ stand jedenfalls die Musik im Mittelpunkt.

Neben den Bielefeldern „Jacks&Jokers“ standen mit „Five Seasons“ und „Dead but still breathing“ zwei lokale Bands auf der Bühne. Die ebenfalls angekündigten „Jiggy & die Müsligang“ mussten ihren Auftritt absagen, weil sie kein Auto hatten.

Die anderen Bands präsentierten sich professionell und brachten die mehr als 120 Zuhörer beim ersten Rock-Konzert in dem Jugendzentrum seit Übernahme durch die AWO zum Tanzen. Wer die Bands noch einmal erleben möchte, hat dazu am Freitag, 14. September, beim Kultur- Festival im Friedrichs-Gymnasium Gelegenheit, dann mit Verstärkung durch Joschka Brings.

© Neue Westfälische, 11.09.2012

Regionale Landtour zum Thema
Bedeutung von Wasserkraftanlagen für die Energiewende im Kreis Herford

Nachfolgend weist die Juso-AG Herford auf eine Einladung zur regionalen Landtour 2012 der Lokale Agenda Herford, c/o Stadt Herford, Rathausplatz 1, 32052 Herford hin. Die Juso-AG Herford ist nicht Veranstalter der Landtour und kann daher keinerlei Verantwortung für die Veranstaltung übernehmen.

Einladung der Lokalen Agenda21 und der friedensfördernden Energiegenossenschaft Herford zur

Regionalen Landtour 2012 mit dem Fahrrad durch das Werretal und Elsetal von Herford nach Kirchlengern

Am Samstag, dem 12.5.12 von 10 Uhr bis ca.15 Uhr 30
Treffpunkt: Herford, Hansastraße an der Werrebrücke

Thema der Tour ist die Bedeutung der Wasserkraft früher und für die Zukunft im Rahmen der Energiewende im Kreis Herford. So sind von ehemals 146 Wasserkraftanlagen nur noch 10 Anlagen in Betrieb. Ein Teil des ungenutzten Energiepotentials könnte mit Hilfe einer neuen, umweltfreundlichen Wasserkrafttechnik genutzt werden.
Fachkundig begleitet wird die Fahrt von Christoph Mörstedt vom Kreis Herford und dem Wasserbauingenieur Kurt Herrendörfer.
Folgende Wasserkraftanlagen und Bauwerke sollen besucht werden:

ca. 10:40 Uhr: Alte Wassermühle Köster (Engelbrechtsmühle) am Bramschebach
ca. 11:30 Uhr: Wasserkraftanlage an der ehem.Weizenmühle in Löhne
ca. 12:00 Uhr: Kaffeepause am Hotel Entenhof in der ehem. Weizenmühle
ca. 13:15 Uhr: Wasserkraftanlage am EON-Kraftwerk in Kirchlengern
ca. 14:10 Uhr: Wasserstau der ehem. Roggenmühle in Schweicheln

Für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt.
Bei schlechter Witterung findet die Tour mit PKW-Fahrgemeinschaften statt.
Da die Tour vom Bundesverband der Regionalbewegung (www.regionalbewegung.de) gefördert wird, entstehen keine Kosten.

Zur besseren Planung bitten wir um eine kurze Anmeldung unter : agenda@agenda21-herford.de oder Tel. 05228-7260

„FLA-FLA bleibt“ – Demonstration

Im folgenden veröffentlichen wir einen Demonstrationsaufruf des Herforder Jugendzentrums „Fla Fla“. Die Juso-AG Herford ist nicht Veranstalter der Demonstration und übernimmt daher daher keinerlei Verantwortung für die Demonstration.

Samstag, 26.5.2012 /13 Uhr/

Treffpunkt: Bahnhof Herford

Geht es nach dem Vorschlag der Stadtverwaltung, soll dem selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrum FLA-FLA in Herford im Rahmen des städtischen Sozialabbaus ab 2013 die Förderung gestrichen werden. Darüber wird der Stadtrat Mitte des Jahres entscheiden. Die Streichung der finanziellen Mittel könnte nach mittlerweile über 40 Jahren erfolgreicher Jugend- und Kulturarbeit das Aus für das Jugendzentrum FLA-FLA bedeuten. Das JZ FLA-FLA ist eines der letzten selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentren in OWL, das von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst organisiert wird. Durch die auf dem Konsensprinzip aufbauende Selbstverwaltung wird ein Freiraum für ein selbstbestimmtes Freizeit- und Kulturangebot geschaffen, der seit mittlerweile drei Generationen von jungen Menschen aus der Region genutzt wird. Damit dieser Freiraum auch weiterhin zur Verfügung steht, müssen wir jetzt handeln. Deshalb lasst uns am 26.5 gemeinsam, entschlossen und vielfältig gegen den städtischen Sozialabbau und für den Erhalt des JZ FLA-FLA demonstrieren.