Archive April 2010

Integration á la CDU

http://deutschelobby.wordpress.com/2009/08/27/koln-peter-kurth-cdu-ob-kandidat-wir-brauchen-viel-mehr-turkische-polizisten-lehrer-und-richter/

http://deutschelobby.wordpress.com/2009/08/27/koln-peter-kurth-cdu-ob-kandidat-wir-brauchen-viel-mehr-turkische-polizisten-lehrer-und-richter/

Christian Wulff (CDU) hat in Niedersachsen die türkischstämmige Aygül Özkan (CDU) zur Integrationsministerin ernannt. Nun prahlt die CDU, sie sei die Partei, die am meisten für Integration tue. So sagt NRWs Integrationsminister Laschet (CDU): „Solch echten Aufstieg in ein hohes Staatsamt gibt es nur mit der CDU.“
Abgesehen davon, dass im dreigliedrigen Schulsytem die meisten Migranten auf das Abstellgleis Hauptschule geschickt werden (der Migrantenanteil ist dort dürchschnittlich 10 mal höher als an Gymnasien), sämtliche Hürden zur deutschen Staatsbürgerschaft von der CDU kommen etc.: wer es trotzdem zu einem odentlichen Schulabschluss schafft und sich für ein Amt eignet, wird von der CDU nicht zurückgewiesen, auch wenn es sich um einen Menschen mit Migrationshintergrund handelt.
Die Symbolik hinter der Ernennung Özkans, die von CDU und den Medien immer wieder betont wird, ist wirklich überzeugend: Migranten sind keine schlechteren Menschen und werden von der CDU nicht herabwertend betrachtet, zumindest, wenn sie sich völlig anpassen. Na, herzlichen Glückwunsch liebe CDU! Vielleicht lernen sie ja noch innerhalb der nächsten 30 Jahren, dass Integration nicht Assimilation heißt.

Atompolitik von schwarz-gelb stoppen!

Atom_LogoKein Ausstieg aus dem Ausstieg! Atomenergie ist hochgefährlich, exorbitant teuer und klimafeindlich.

Am Montag, den 26. April 2010 jährt sich zum 24. Mal der Tag des atomaren GAUs in Tschernobyl. Dieses Ereignis und zahlreiche weitere „Störfälle“, beispielsweise auch in der Urananreicherungsanlage Gronau, haben bewiesen, dass Atomenergie eine unbeherrschbare Hochrisikotechnologie ist. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus den letzten 25 Jahren zum Trotz, halten CDU/CSU und FDP jedoch an der nuklearen Energieerzeugung fest. Im Sinne unserer und aller nachfolgenden Generationen lehnen wir die Atomenergie ab und fordern ein striktes Festhalten am beschlossenen Atomausstieg!

Deswegen fordern die Jusos Herford:

  • Das unumstößliche Festhalten am beschlossenen Atomausstieg!
  • Der Betrieb der Urananreicherungsanlagen in Gronau muss gestoppt werden!
  • Das bereits genehmigte Uranmüll“zwischen“lager neben der Anreicherungsanlage in Gronau darf nicht gebaut werden!
  • Die Einlagerung von Atommüll in der Leichtbauhalle in Ahaus im Westmünsterland beendet werden. Ahaus darf nicht zum Ablagerungsplatz einer verfehlten Energiepolitik werden, die seit Jahren nicht weiß wohin mit dem verstrahlten Müll!

Um diesen Positionen Gehör zu verschaffen und ein deutliches Zeichen gegen Atomenergie zu setzen, werden die Jusos Herford an ihrem Infostand am Samstag, den 24.04.2010 am Linnenbauerplatz Atomkraftwerkkekse verteilen und die Bürgerrinnen und Bürger bitten diese zu vernichten.

Am 9. Mai 2010 wollen wir einen Politikwechsel in Nordrhein-Westfalen. Gegen Atomenergie und für den entschiedenen Ausbau von Erneuerbaren Energien. Wir wollen voranschreiten ins solare Zeitalter und das atomare hinter uns lassen. Ein Politikwechsel in Düsseldorf sorgt für das nötige Gegengewicht im Bundesrat und eine bessere Zukunft für NRW!

Kein Kaffeekränzchen

Podiumsdiskussion LTW 2010 Wilhelm-Norman

Podiumsdiskussion der Landtagskandidaten im Wilhelm-Normann-Berufskolleg

VON MEIKO HASELHORST

Herford. Die Podiumsdiskussion im Wilhelm-Normann-Berufskolleg war für die Herforder Landtagskandidaten kein gemütliches Kaffeekränzchen. Das lag zum Einen daran, dass es keinen Kaffee gab, vor allem aber daran, dass die Schüler die Politiker nach anfänglicher Scheu gestern ordentlich in die Zange nahmen.

Bildung und Ausbildung waren für das junge Publikum die Topthemen. Ein Statement von Stephen Paul (FDP) kam gut an: „Wir verzichten auf Subventionen und plädieren für eine bessere Ausstattung der Bildungseinrichtungen.“ Punkten konnte auch Christian Dahm (SPD) mit seiner Aussage zur „zeitnahen Abschaffung von Studiengebühren“. Am Grünen Christian Meinhold („Die Lust am Lernen wird zu wenig entwickelt“) und dem CDU-Landtagsabgeordneten Chris Bollenbach („Nicht alle müssen Abitur machen“) schieden sich die Geister. Inge Höger (Die Linke) sorgte mit ihrem Ruf nach einer Klassenstärke von 15 Schülern für ein ungläubiges Raunen.

Spätestens, als eine junge Frau Chris Bollenbach vorwarf „lauter Sachen zu versprechen, die man gar nicht einhalten kann“, kam Stimmung auf. Jetzt wagte sich auch Marc Philipp Janz nach vorne: „Sie schmieren uns hier Honig um den Mund und hauen später mit dem Knüppel drauf. Was soll das?“ Einem weiteren jungen Mann, der die Gunst der Stunde nutzte, um seine eigenen politischen Ansichten zu streuen, nahm Moderatorin Miriam Söling schließlich das Mikro weg. Die Landtagskandidaten freuten sich nach eigenem Bekunden über die„lebhafte Beteiligung“.

Als die Diskussion so richtig in Gang kam, war sie auch schon wieder beendet. Sölings Hinweis, dass man ja „im Politik-Unterricht weitermachen könne“, wurde mit Murren hingenommen. Gemessen am Applaus durfte sich SPD-Kandidat Christian Dahm als Sieger der Veranstaltung fühlen. Schülerin Anna Gleich „fand ihn am besten, weil er nicht mit Zahlen und Versprechungen um sich warf“. Auch Marc Philipp Janz fand Dahm recht überzeugend. Wo er am 9. Mai seine Kreuzchen machen will, weiß er aber noch nicht. „Ich muss mir erstmal in Ruhe die Partei-Programme durchlesen.“

Kommentar: Die Sache mit der Eitelkeit

Die Idee einer Podiumsdiskussion ist laut wikipedia die, „dass die Teilnehmer ihre Meinung äußern, einander zuhören, diskutieren, gemeinsam einen Beitrag zum Thema leisten und so das Interesse der Zuhörer befriedigen. Meistens entstehe jedoch ein Wettstreit. Auch hinter Zuhörer-Fragen verstecke sich oft der Wunsch, einen eigenen „Experten“-Beitrag zu leisten, also eigentlich selbst auf dem Podium sitzen zu wollen. Beides war in der gestrigen Podiumsdiskussion zumindest in Ansätzen zu beobachten. (hazl)