Archive Oktober 2010

Gemeinsam für ein gutes Leben!

Die Schwarz-Gelbe Bundesregierung wälzt die Kosten der Finanz – und Wirtschaftskrise weiterhin bei den kleinen Leuten ab – die Verursacher werden von Merkel und Co. in Watte gehüllt und können ihr perfides und gefährliches Spiel weitertreiben.

Parallel dazu nimmt der Druck auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch immer neue Sparprogramme und brutale Kürzungen der Sozialleistungen stetig zu.

SPD-Landtagsabgeordndeten Christian Dahm und Anglea Lück besuchen die Herforder Werkstätten gGmbH

Die Landtagsabgeordneten Christian Dahm und Angela Lück lösten das im April von Herrn Dahm – zum traditionellen Fußballspiel zwischen der Mannschaft der Herforder Werkstätten und der SPD-Fraktion Herford – gegebene Versprechen ein, die Hauptwerkstatt Füllenbruch-Betrieb der Herforder Werkstätten zu besuchen.

Begleitet von den Werkstatträtinnen Ann-Kathrin Bonsack und Kathrin Krabel führte Geschäftsführer Stephan Steuernagel die beiden Abgeordneten durch die verschiedenen Bereiche der Werkstatt. Im gemeinsamen Gespräch interessierten sich Dahm und Lück für die aktuellen Herausforderungen, Wünsche und Nöte der Werkstätten und ihrer Beschäftigten. Zu dem großen Thema "Umsetzung der UN-Konvention" für Menschenrechte informierten sie sich über die Möglichkeiten der Vermittlung von Menschen mit Behinderung auf Aussenarbeitsplätze oder den 1. Arbeitsmarkt. Die Vertreterinnen des Werkstattrates stellten dabei fest, dass für viele Beschäftigte die Werkstatt der passende Ort für Teilhabe am Arbeitsleben ist.

Loki Schmidt ist tot: „Eine außergewöhnliche Persönlichkeit“

Foto: Wikipedia (Creative Commons)

Loki Schmidt ist tot. Die Frau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt starb in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 91 Jahren in Hamburg. „Vielen in unserem Land wurde sie wegen ihrer liebenswürdigen, menschlichen Art und ihrer beeindruckenden Haltung Vorbild“, sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

In der Nacht zu Donnerstag starb eine „außergewöhnliche, eigenständige Persönlichkeit“, wie es der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel formulierte, als am Nachmittag der Tod von Loki Schmidt öffentlich wurde. „Wir denken mit Dankbarkeit an eine überzeugte Sozialdemokratin, die sich mit ihrer Arbeit und ihrem unverwechselbarem Stil um unser Land verdient gemacht hat. Wir sind in diesen Stunden mit unseren Herzen und Gedanken bei ihrem Ehemann Helmut Schmidt und ihrer Tochter Susanne Schmidt.“

Nicht nur als Ehefrau von Altbundeskanzler Helmut Schmidt, mit dem sie fast 70 Jahre verheiratet war, war Loki Schmidt bekanntgeworden. Sie war auch Umweltschützerin und Autorin. Seit 1980 kürte sie die Blume des Jahres.

Die engagierte Naturschützerin und Stifterin setzte sich vor allem für gefährdete Pflanzen ein und kürte seit 1980 die „Blume des Jahres“. Loki Schmidt erhielt zahlreiche Auszeichnungen. So wurde sie unter anderem Hamburger Ehrenbürgerin, Ehrensenatorin der Universität und erhielt auch die Ehrendoktorwürde.

Loki Schmidt lebte bis zuletzt mit ihrem Mann in ihrem ausgebauten Reihenhaus in Hamburg-Langenhorn. Dort war die 91-Jährige Ende September 2010 auch gestürzt und hatte sich den Fuß gebrochen. Nach einer Operation entließen die Ärzte sie Anfang Oktober nach Hause, weil sie sich dort besser erholen könne als im Krankenhaus.

Als Tochter eines Werftarbeiters kam Hannelore Glaser 1919 in Hamburg zur Welt und nannte sich selbst bald «Loki». Nach dem Abitur musste sie 1937 zunächst zum Arbeitsdienst. Ihr Wunsch, Biologin zu werden, scheiterte an den Studiengebühren. Später studierte sie Pädagogik und war bis 1972 Lehrerin. 1942 heiratete sie Helmut Schmidt, mit dem sie schon seit ihrer Schulzeit befreundet war. Im Mai 1944 wurde der Sohn Helmut Walter geboren, der noch im Säuglingsalter starb. Drei Jahre später folgte die Geburt von Tochter Susanne.

Die Repräsentationspflichten einer Kanzlergattin in Bonn übernahm die Hamburgerin 1974 mit gemischten Gefühlen. Auch damals ging sie lieber in den Botanischen Garten als auf Empfänge.

Loki Schmidt liebte das Reisen: In den 70er und 80er Jahren begleitete sie junge Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft auf ihren abenteuerlichen Expeditionen in die entlegensten Winkel der Welt. Daran dachte sie im später gern zurück, wenn sie mit den Gebrechen des Alters haderte: „Wat hebbt wi nich allns sehn“, sagte sie im schönsten Hamburger Platt zu Reinhold Beckmann für das Buch „Erzähl doch mal von früher“.

Einen besonderen Blick hatte die Frau des Altkanzlers aber nicht nur für seltene Pflanzen. Schon lange vor den „Grünen“ machte sie sich für den Umweltschutz allgemein stark. Dabei half der „Botanikerin aus Leidenschaft“ natürlich der Umstand, die Frau von Helmut Schmidt zu sein, wie sie selbst sagte.

In ihrem 90. Lebensjahr wurde „Loki“ mit ihren Lebenserinnerungen „Erzähl doch mal von früher“ noch zur Bestsellerautorin, im Oktober 2010 erschien ihr Buch „Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde“.

„Als Gattin des Bundeskanzlers Helmut Schmidt hat sie mit ihrer unangestrengten Noblesse die Herzen der Menschen im In- und Ausland gewonnen“, erinnerte Gabriel. „Als leidenschaftliche Naturschützerin hat sie sich bleibende Verdienste um den Erhalt unserer Umwelt erworben.“ Vielen in unserem Land wurde sie wegen ihrer liebenswürdigen, menschlichen Art und ihrer beeindruckenden Haltung Vorbild.

Im Berliner Willy-Brandt-Haus liegt ab Freitag zwischen 12 und 18 Uhr öffentlich ein Kondolenzbuch aus (außer Montags).

Das Onlinekondolenzbuch der SPD Landesorganisation Hamburg finden Sie unter http://www.spd-hamburg.de/cms/3045/?no_cache=1.

Text: SPD.de

99 Milliarden Mehrbedarf

Wir Jusos haben ein eigenes Steuerkonzept veröffentlicht, in dem wir rund 99 Milliarden Euro mehr in Bildung, Infrastruktur, soziale Sicherung und die weltweite Hungerbekämpfung stecken wollen. Dies alles ist möglich – auch ohne weitere Belastungen der unteren und mittleren Einkommensschichten. Stattdessen müssen Wohlhabende und Unternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden.
Wir können eine Trendwende schaffen. Für eine umfassende Kinderbetreuung, mehr Lehrer an Schulen, eine Bekämpfung des Klimawandels und die Einführung einer Kindersicherung. Das vorlegte Steuerpapier ist eine wichtige Diskussionsgrundlage für uns Jusos und für Debatten innerhalb der SPD. Daher möchten wir alle Interessierten herzlich einladen, sich an unserer Diskussion über die gerechte Gesellschaft von morgen zu beteiligen.

Download: Jusos Steuerkonzept

Einmal echte Parlamentsluft geschnuppert

Sebastian Christoffer aus Herford: „Eine Sitzung jagte die nächste!“

Auf dem Balkon des Düsseldorfer Landtags einmal frische Luft schnappen zwischen den zahlreichen Sitzungen: Der angehende IT-Systemelektroniker Sebastian Christoffer aus Herford zusammen mit dem heimischen SPD-Landtagsabgeordnete Christian Dahm (SPD).

Herford: Zum dritten Mal ist der nordrhein-westfälische Jugendlandtag in Düsseldorf an den Start gegangen. Dabei tauchten drei Tage lang insgesamt 181 Jugendliche aus ganz NRW in den Alltag der Landtagsabgeordneten ein.
Diesmal mit dabei war Sebastian Christoffer aus Herford. Der siebzehnjährige Azubi hatte sich bei Christian Dahm (SPD), dem heimischen Landtagsabgeordneten beworben und konnte den Düsseldorfer Landtag als Probebühne live erleben.

„Ich habe einen intensiven Eindruck in die parlamentarische Arbeit im Landtag gewonnen“ so der junge Mann aus Herford. Kontroverse Diskussionen mit den anderen, aber auch der eigenen Fraktion standen auf der Tagesordnung.

Zuvor wurden alle 181 jugendlichen Parlamentarier vom Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg (CDU) im voll besetzten Plenarsaal begrüßt. Nach der ersten Sitzung und einer Besichtigung des Landtagsgebäudes gingen die jungen Abgeordneten in ihre Fraktionen, um den Vorstand zu wählen. Am Abend bestand Gelegenheit, sich im Rahmen eines parlamentarischen Abends untereinander näher kennen zu lernen.

Am nächsten Tag mussten die Fraktionen ihre Positionen formulieren zu den Themen „Förderung des Ehrenamts an Schulen“ und „Europa voran bringen“. „Noch hatten wir gute Laune und keiner von uns wusste, wie sehr wir heute die stressige Arbeit eines Abgeordneten am eigenen Leib erfahren sollten“, erklärte Christoffer. „Das Besondere war, dass unsere Anträge und die gefassten Beschlüsse kurze Zeit später in den Ausschüssen des echten Landtags auf der Tagesordnung stehen“, so der Siebzehnjährige. Also mehr als nur ein Planspiel und die Jungparlamentarier standen vor einer schwierigen Aufgabe, denn je weiter der Tag voranschritt, umso „hektischer wurden die Debatten“. Doch zu allen Themen konnten schlussendlich Kompromisse und Beschlüsse gefasst werden.

Was Sebastian Christoffer besonders beeindruckt hätte? „Politik ist nicht so einfach, wie sich viele dies vorstellen“, fasst er seine Eindrücke zusammen. „Ich kann anderen jungen Menschen nur empfehlen, selbst einmal echte Parlamentsluft zu schnuppern, das erweckt neues Interesse und Verständnis für die Politik.“