Archive Oktober 2011

Und dann mit der Ministerpräsidentin am Kamin: „5 unter 25“: Wie der SPD-Kreisverband um junge Mitglieder wirbt

Werber für den SPD-Nachwuchs: Christa Kollmeier, Pascal Kuhfus, Ann Christin Klute und Udo Freyberg (vorne, v.l.), hinten, v.l.: Julian Frohloff und Manfred Moning. FOTO: ALEX JENNICHES

Herford (bra). So politikverdrossen sind die jungen Leute offenbar nicht: Die Juso-AG mit ihrem Vorsitzenden Pascal Kufuß meldet fünf Zugänge. Jetzt sind 46 in der Jugendorganisation der SPD organisiert. Es sollen mehr werden.

Deswegen hat der Kreisverband das Projekt „5 unter 25“ gestartet. Kreisweit sind 25 Plätze frei für Interessenten zwischen 14 bis 25 Jahren frei. Das Angebot setzt sich aus Spaß, Arbeit und Exkursionen zusammen. Jeder bekommt einen Mentor, der ihn in die politische Arbeit und die Struktur der Partei einführt. Als Gäste können sie an Ortsvereinsversammlungen teilnehmen und letztlich eine fiktive Ratssitzung abhalten. Seminare und Projekttreffen ergänzen die Lernphase.

Fahrten zum Landtag in Düsseldorf gehören ebenso in das Programm wie eine Exkursion nach Berlin, wo Stefan Schwartze die Gäste empfangen wird. Ein Termin zum Innehalten und historischem Reflektieren ist der Besuch der NS-Gedenkstätte Bergen-Belsen.

„Für das Projekt haben wir rund 1.000 Euro in die Hand genommen. Die Summe ist es uns wert“, sagt der Initiator Julian Frohloff und kündigt eine besondere Anerkennung an: Für den 23. Februar ist ein Kamingespräch mit der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Herford geplant. Daran wird wohl auch Ann Christin Klute teilnehmen. Sie ist erst 23 Jahre alt und bereits Mitglied im Stadtrat von Enger und damit jüngste Kommunalpolitikerin im Kreis Herford.

© 2011 Neue Westfälische
08 – Herford, Freitag 14. Oktober 2011

Zwei Korrekturen sind anzumerken: Es sind 45 Plätze für das Projekt zu vergeben (5 pro Kommune im Kreis Herford). Ann Christin Klute (23) ist das jüngste Ratsmitglied in Enger und Julian Frohloff (22) in Herford.

Informationen und Anmeldung unter www.5unter25.de !

Für eine atomwaffenfreie Welt!

Zum 21. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung – und dem damit verbundenen Ende des Kalten Krieges – haben die Jusos Herford, im Namen des Herforder Anti-Atom-Bündnis, mit einem Infostand auf die Atomwaffen in der Welt aufmerksam gemacht.

So hätten die Vereinigten Staaten und Russland die Zahl Ihrer Atomsprengköpfe nach Ende des Wettrüstens der Supermächte zwar reduziert, die bisherigen Erfolge seien jedoch ernüchternd. So habe Russland bis heute 12.000 Atomsprengköpfe ( 4.650 einsatzbereit); die USA kämen auf 9.400 Sprengköpfe (2.626 einsatzbereit). Diese Bilanz sei nach 21 Jahre nach Ende der europäischen Teilung nicht hinzunehmen!

Die Jusos sehen zudem die Atomprogramme von Ländern, die den Atomwaffensperrvertrag bis heute nicht unterzeichnet haben (Indien, Israel, Pakistan, Nordkorea), als für die internationale Sicherheit äußerst bedrohlich an.
Deutschland müsse sich außenpolitisch weiter aktiv für atomare Abrüstung einsetzen, auch wenn man sich damit international manchmal unbeliebt mache. Die Bundesrepublik habe die Verantwortung weltweit für Frieden & Abrüstung einzutreten!