Harz IV senken für Lohndumping

CDU und FDP äußerten sich gestern über die Entscheidung des Bundesvervassungsgericht wie folgt: Das Bundesverfassungsgericht habe Harz IV (überraschenderweise) nicht als zu niedrig erklärt, also könnte man es weiter senken.
Lindner (FDP) erklärte es mit den üblichen Argumenten: je mehr Harz IV desto weniger wollen arbeiten.
An der entspannten Arbeitshaltung der Arbeitnehmer sieht man ja, wie Arbeitslosigkeit hingenommen wird. Es herrscht unheimlicher Druck auf dem Arbeitsmarkt. Menschen lassen sich zu unbezahlten Überstunden etc. zwingen aus bloßer Angst vor der Arbeitslosigkeit.
Die CDU möchte damit wohl die Steuersenkungen für Hoteliers, Unternehmer und Erben gegenfinanzieren, nach der Aussage des CDU-„Sozial“politikers Peter Weiß.
Was die Koalition wirklich dazu bringt Harz IV zu kürzen ist wohl die Tatsache, dass damit der Druck auf dem Arbeitsmarkt weiter steigt und die Löhne weiter gedrückt werden können. Das ist also der kluge Weg aus der Krise. Hatte auch schon 1873 geholfen mit 12-Stunden-Arbeitstagen für Vater, Mutter und Kinder.
Wenigstens hält Angela Merkel ihr Wort mit ihrem „weiter so“. Wir machen mit dem Weg weiter, der uns in die Krise führte und weiten die Wirtschafts- und Finanzkrise noch auf eine Sozialkrise aus.
Sowas darf man sich doch nicht gefallen lassen!

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