Gemeinschaftsschule fördert Kompetenzen

Stellungnahme der Jungsozialisten

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Die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten (Juso-AG) Herford ist empört über die Aussagen der CDU-Landtagskandidatin Angela Thiele zum Programm Gemeinschaftsschule der SPD. Die Jusos reagieren damit auf einen Bericht in der Neuen Westfälischen vom 27. März „Angriff auf die SPD“.

Das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem führe dazu, dass Hauptschulen überall im Lande bald geschlossen werden müssen, weil sie keine ausreichenden Schülerzahlen mehr haben, schreiben die Jusos. Die Politik von schwarz-gelb zerstöre die kleinen Schulen auf den Dörfern. Die Gemeinschaftsschule, die die SPD einrichten möchte erlaube es, alle Abschlüsse in einer Schule zu erlangen. Außerdem werde eine Durchlässigkeit ermöglicht, sodass man wieder im Schulsystem aufsteigen könne, ohne sein gewohntes Umfeld zu verlieren, wird Julian Frohloff, Vorsitzender der Jusos Herford, zitiert.

Mehr Lehrer und Sozialarbeiter in den Klassen führten zu individueller Förderung, meint Frohloff. Gemeinsames Lernen animiere zu gegenseitiger Hilfe. Wichtige Fähigkeiten wie Teamfähigkeit und Sozialkompetenz könnten so besser vermittelt werden. Selektion spalte die Gesellschaft.

Der stellvertretende Juso-Vorsitzende Pascal Kuhfus stellt klar, dass „kostenfreie Bildung von der Kindertagesstätte bis zum Masterstudium keine Illusion ist, das Geld müsste nur besser verteilt werden.“ Die Unzufriedenheit der Schüler mit dem derzeitigen System sei auch beim Herforder Bildungsstreik im Juni 2009 deutlich geworden. Die Jusos setzen sich für die Abschaffung der Studiengebühren, die Abschaffung der Kopfnoten und die Abschaffung des Turboabiturs ein.

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