Studiengebühren heiß diskutiert

OPG-Schüler sprechen mit Landtagskandidaten über Bildungspolitik


Christian Meinhold (von links), Angela Thiele, Moderatorin Magdalena Wilhelmstop, Christian Dahm, Stephen Paul und Inge Höger diskutieren mit OPG-Schülern über Bildungspolitik.	Foto: Florian Weyand
Christian Meinhold (von links), Angela Thiele, Moderatorin Magdalena Wilhelmstop, Christian Dahm, Stephen Paul und Inge Höger diskutieren mit OPG-Schülern über Bildungspolitik. Foto: Florian Weyand

Hiddenhausen (fw). Eine Vielzahl von Fragen hatten die Schüler der Olof-Palme-Gesamtschule gestern bei der Diskussionsrunde mit den örtlichen Landtagskandidaten. Besonders großes Interesse bestand in Sachen Bildungs- und Schulpolitik. Zur Diskussionsrunde in der Kleinkunstbühne hatten sich Vertreter aller im Bundestag vertretenen Fraktionen eingefunden. 
Nachdem Angela Thiele (CDU), Christian Dahm (SPD), Stephen Paul (FDP), Christian Meinhold (Grüne) und Inge Höger (Linke), die für den beruflich verhinderten Wolfram Hüfner einsprang, sich dem jungen Publikum vorgestellt hatten, begann der erste politische Schlagabtausch.
Das Thema Studiengebühren stand bei den angehenden Abiturienten ganz oben auf der Liste. Während SPD-Kandidat Christian Dahm Studiengebühren als »sozial ungerecht« bezeichnete, erklärte Angela Thiele, dass gerade der Verzicht auf Studiengebühren ungerecht sei, da ansonsten der »Steuerzahler für die Ausbildung von Studenten aufkommen« müsse. Großes Interesse hatten die Schüler auch an der politischen Meinung zur Gesamtschule. 
Stephen Paul erklärte, dass man alle Schulformen erhalten müsse. »Ständige Parteikonflikte um Schulformen sind keine Lösung«, sagte der FDP-Kandidat. Christian Meinhold (Grüne) forderte eine Stärkung der Gesamtschule. »Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind aufgrund des dreigliedrigen Schulsystems an der Gesamtschule noch nicht genug repräsentiert. Das muss geändert werden«, sagte er. Im weiteren Verlauf der Diskussion zeichneten sich die Schüler besonders durch ihre Kritikfähigkeit aus. 
»Warum plakatieren sie mit dem Thema Afghanistan bei der Landtagswahl?«, fragte ein Schüler Inge Höger (Linkspartei). Nach der Schlussrunde gab Schulleiter Erich Heine seinen Schülern einen wichtigen Hinweis: »Zur Wahl gehen zu können, ist ein wichtiges Recht. Das solltet ihr wirklich wahrnehmen«, sagte er.

Herforder Kreisblatt 16.04.2010

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