Franziska Drohsel hat auf dem Bundeskongress eine Bilanz ihrer dreijährigen Zeit als Bundesvorsitzende der Jusos gezogen.

Sie kritisierte die schwarz-gelbe Regierung scharf. Merkels Koalition verbinde „auf katastrophaler Weise eine reine Klientelpolitik mit politischer Ideenlosigkeit.“ Mit dem Sparpaket zeige die Regierung, „ihre wahre Fratze“, so Franziska weiter.

Die unsolidarische Politik der Regierung gäbe genügend Anlass für die Jusos weiterhin für eine politische Alternative zu kämpfen. Sie räumte ein, dass die Jusos unter ihrem Vorsitz nicht immer einer Meinung waren. Eine grundsätzliche gesellschaftliche Kritik und das Eintreten für Freiheit, Gleichheit und Solidarität hätten die Jusos jedoch stets geeint. Sie appellierte an ihre Nachfolger weiterhin einen starken linken Protest zu organisieren und die Mutterpartei in gewohnter kritischer Solidarität zu begleiten.

„Diese Welt ist von Menschen gemacht und sie ist von Menschen veränderbar.“ rief Franziska Drohsel zum Abschluss den Delegierten zu.

Sascha Vogt neuer Juso-Bundesvorsitzender

Der Juso-Bundeskongress in Essen hat den 29-jährigen Sascha Vogt mit 68,1 Prozent der Stimmen zum Juso-Bundesvorsitzenden gewählt.

Sascha Vogt kritisierte Schwarz-Gelb scharf: „Jetzt müssen die Opfer der Krise die Suppe auslöffeln, die Spekulanten ihnen eingebrockt haben. Das ist das asozialste Sparpaket der Geschichte.“ Stattdessen müsse die internationale Finanztransaktionssteuer, die Vermögenssteuer eingeführt und der Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer erhöht werden.

Auch mit der SPD ging er scharf ins Gericht. „Die Wehrpflicht ist staatliche Willkür und gehört abgeschafft.“ Doch die SPD setze sich nicht konsequent für die Abschaffung des Zwangsdienstes ein. So höre „man von der SPD nur laue Meinungsäußerungen.“ Er forderte die Reformen der SPD konsequent fortzusetzen und die „Fehler offen zu thematisieren.“ Die Schere zwischen arm und reich wurde durch die SPD nicht geschlossen. „Diese Entwicklung ist eine Schande für die Sozialdemo-kratie“, so Vogt. Deshalb müsse die SPD jetzt Reformen für den Arbeitsmarkt beschließen. Mit Blick auf die nächste Bundestagswahl erklärte er: „2013 muss Schwarz-Gelb von Rot-Rot-Grün auf Bundesebene abgewählt werden.“

Jan Schwarz zum stellvertretenden Juso-Bundesvorsitzenden gewählt

Wirtschafts- und Umweltpolitik standen im Fokus seiner Bewerbungsrede. Das Engagement gegen den Ausstieg aus dem Atomausstieg ist ihm ein wichtiges Anliegen. Jan Schwarz ist außerdem noch in der Kommunalpolitik aktiv.

Quelle: Jusos.de

Franziska Drohsel von standing ovations begleitet
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