Gemeinsam für Vielfalt – Löhne gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

Löhne. In Löhne hat vor einiger Zeit die selbsternannte Justizopferhilfe (JOH) NRW ein Büro eröffnet. Das Büro leistet Pseudo-Beratung für Menschen, die sich über die Rechtmäßigkeit staatlichen Handelns informieren wollen. Die JOH verleugnet das Bestehen der Bundesrepublik Deutschland und des Grundgesetzes.

Sie beruft sich samt selbst gebastelten Ausweisen auf ihren eigenen Fantasiestaat „Germanitien“, der so viel völkerrechtliche Anerkennung wie das Nimmerland genießt. Die Neue Westfälische berichtete hierüber im Interview mit einem namhaften Verfassungsrechtler.

Als wären diese absurden Ideen allein nicht bereits genug, die Akteure der JOH sind obendrein rechtsextrem motiviert. Hierfür sprechen Fakten. Die wenigsten Neonazis tragen Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel. Über die Links auf der Homepage und die Vergangenheit der führenden Mitglieder, lassen sich Verbindungen zur rechten Szene herstellen. ExpertInnen warnten bereits in der Presse.

AnhängerInnen der JOH scheitern währenddessen kläglich an dem Versuch, ihr Verhalten durch fadenscheinige Gründe zu rechtfertigen. Denn wer sollte ihnen glauben schenken? Peter Pan?

Zugegeben die JOH ist sehr einfältig, wir hingegen sind vielfältig:

Wer sind wir?
Wir sind ein offener Zusammenschluss, der Widerstand gegen die JOH und jegliches rechtsextremes Gedankengut in Löhne leistet. Auf Initiative junger Demokratinnen und Demokraten haben wir uns am 27.08.2012 zusammengeschlossen.

Was machen wir?
1. Ganz entscheidend klarmachen, dass die JOH und andere Rechtsextreme in Löhne unerwünscht sind!

2. Als breites Aktionsbündnis eine menschenfreundliche, lebensfrohe, aktive und mutige Gemeinde repräsentieren!

3. Zur Meinungsbildung beitragen und erreichen, dass jede Einwohnerin und jeder Einwohner seine eigene Position zum Thema beziehen kann.

Warum ist unsere Arbeit notwendig?
Die Vergangenheit und auch jüngste Ereignisse haben gezeigt, dass Wegschauen die Falschen schützt. Neonazis sollen sich weder in Löhne noch irgendwo anders geduldet fühlen.

Wie kann ich mitmachen?
Ob als Einzelpersonen oder Gruppe (Verein, Organisation, Partei etc.), die demokratische und menschenrechtliche Prinzipien teilt, könnt ihr jederzeit dabei sein.

Demo: Gemeinsam für Vielfalt- Löhne gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

Fr. 28.09.2012 18 Uhr
Route: Vorplatz der Werretalhalle – Festplatz in Löhne

Was kann ich sonst noch tun?
Informiere dich (z.B. im Internet, hier kannst du auch die Presseberichte nachschlagen*) und trete in Diskussion. Mache Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen auf das Thema aufmerksam. Misch dich ein, wenn rechter Gedankenmüll in deiner Gegenwart verharmlost wird.

Artikel 1 (NW)
Artikel 2 (NW)
Artikel 3 (NW)

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3 Kommentare

  1. Christian Wöhrmann sagt:

    Aha… „Gemeinsam für Vielfalt“! Ein neuer Slogan linksradikaler?
    Interessant finde ich, dass einige genau wissen, was das Demonstrationsrecht laut GG ist, aber wo auch immer andere Meinungen und Rechte anderer beschneiden wollen!
    Hat man sehr deutlich beim Verhalten des linke Packs bei einer mai-Kundgebung gesehen… da war die NW noch gaaaanz böse! Aber sich jetzt ihrer bedienen… wie scheinheilig und verlogen! 😀

  2. Sebastian sagt:

    Sehr geehrter Herr Wöhrmann,

    gerne antworte ich Ihnen auf Ihren Kommentar.

    Die Jusos verstehen sich als Organisation, die hinter dem deutschen Rechtsstaat und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, welche im Grundgesetz garantiert wird, steht. Es steht uns, wie jeder/m anderen Bürger/in, selbstverständlich frei das Demonstrationsrecht nach §8 GG in Anspruch zu nehmen. Wir erachteten es als unsere Aufgabe und unsere Pflicht als demokratische Jugendorganisation für Freiheit und Demokratie in Deutschland und anderswo einzustehen.
    Dazu gehört für uns auch, gegen Organisationen, die wie in diesem Falle offenkundig der rechtsextremen bzw. rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind, zu demonstrieren.

    Sie haben Recht – die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut in einer Demokratie. Freiheiten hören aber immer dort auf, wo sie andere in ihrer Freiheit beschränken.
    Meinungen, die sich gegen das deutsche Grundgesetz bzw. gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung wenden, können damit unserer Auffassung nach, nicht von der im Grundgesetz garantierten Meinungsfreiheit gedeckt sein.

    Die Pressefreiheit wird in Deutschland in §5 GG garantiert.
    Als politische Jugendorganisation können und wollen wir keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung in der Presse nehmen. Es steht uns allerdings frei Presseartikel über unsere politische Arbeit bzw. wie in diesem Falle zur weiteren Information auf unserer Homepage zu verlinken.

    Bezüglich ihres Beispiels einer Mai-Kundgebung kann ich Ihnen aus Mangel an konkreten Informationen (u.A. Ort der Kundgebung, Organisationen, die Sie ansprechen) leider keine Auskunft geben.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Sebastian Christoffer

  3. Willi sagt:

    Es ist zwar schon einige Zeit her mit der Protestkundgebung gegen die JOH NRW in Löhne. Ich melde mich aber trotzdem noch.

    Ist die JOH zur Zeit überhaupt noch aktiv? Im Internet bekomme ich zur Zeit nur noch mit, dass bei der JOH zur Zeit einer gegen den anderen integriert jeder über jeden schimpft. Die Website der JOH ist ja bekanntlich verschwunden. Der Provider wollte die Daten gegen die Zahlung eines Betrages von ca. 95 Euro auf einem USB-Stück herausrücken, damit man sie an anderer Stelle wieder ins Netz stellen kann. Das dafür aufgebrachte Geld soll vom Vorsitzenden der JOH, Peter Wattler, unterschlagen worden sein. Jetzt hat man eine Partei gegründet, die Germaniten-Partei, (http://www.diegermaniten.de). Ob diese Partei jemals bei irgendwelchen Wahlen in der Bundesrepublik antreten wird, ist fraglich. Das Parteiprogramm spottet jeder Beschreibung und ist mit dem Grundgesetz absolut unvereinbar.

    Es wäre nett, wenn sich mal jemand von Ihnen bei meiner E-Mail-Adresse melden könnte.

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