Einstimmig für Kentsch

Roland KentschSPD Friedenstal unterstützt Landtagskandidatur

Herford (pjs). Der SPD-Ortsverein Friedenstal-Stiftberg schlägt einstimmig Roland Kentsch (52) als Landtagskandidaten vor. Das hat SPD-Stadtverbandsvorsitzende Christa Kollmeier gestern auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt. Über eine entsprechende Nominierung des SPD-Ratsherrn und früheren Finanzgeschäftsführers von Arminia Bielefeld müsste der Parteitag in November entscheiden. »Wir sind mit mehr als 100 Mitgliedern der größte Ortsverein und insofern ist dieser Vorschlag schon recht aussagekräftig«, sagte Christa Kollmeier. Der Ortsverein hatte Kentsch am Dienstagabend benannt. In der Stadtverbandssitzung, die für gestern Abend anberaumt war, wollte die Stadtverbandsvorsitzende über den Personalvorschlag informieren. Christa Kollmeier: »Wie die übrigen Ortsvereine und der Stadtverband dann entscheiden, bleibt abzuwarten.«

Roland Kentsch selbst wollte sich gestern nicht zu dem Votum seines Ortsvereins äußern.

HK Artikel vom 08.10.2009

CDU lässt SPD-Landesvorsitzende überwachen

Hannelore Kraft in Herford 12.09.09Die CDU in Nordrhein-Westfalen hat das Düsseldorfer Filmproduktionsunternehmen Segami GmbH auf die SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft angesetzt. Mit der Aktion zeigt die Union jedoch nur die eigene Unsicherheit.
Bei einer Veranstaltung der SPD mit Hannelore Kraft in Herford war Segami TV erstmals anwesend. Auf die Frage hin, was sie denn hier filmen wolle und wer sie beauftragt hatte, konnte oder wollte die Dame jedoch keine Auskunft geben. Das lässt nur einen Schluss zu: Offenbar befürchtet man bei der nordrhein-westfälischen CDU intern einen Imageschaden aufgrund der ausländerfeindlichen Äußerungen von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.
Der Landeschef hatte sich bei mehreren Wahlkampfkundgebungen unter anderem in Bonn und Duisburg abwertend über die Arbeitsmoral rumänischer Arbeiter ausgelassen und chinesische Investoren beschimpft. Nachdem die Sache durch ein Juso-Video publik wurde, sucht die CDU jetzt offenbar nach einer Möglichkeit, es der SPD heimzuzahlen. Nicht anders lässt sich das Verhalten der NRW-CDU erklären.
Die NRW-CDU hat inzwischen zugegeben, Segami den Auftrag erteilt zu haben in Herford zu filmen. Hannelore Kraft reagierte gelassen auf ihre Observierung. Ihre Antwort zeigt das folgende Video.