Aufruf zur Demonstration am 23.Oktober in Minden

Von Jülich nach Ahaus, von La Hague nach Gorleben und von Karlsruhe nach Lubmin – drei Transporte mit hochradioaktivem Müll sollen im Herbst und ab Frühjahr 2011 durch das Land fahren. Das sind nur drei von vielen Strecken, über die Castor- und viele andere Atomtransporte fahren.

Auch Minden liegt an einer möglichen Strecke des Castortransportes!

Jeden Tag, den ein Atomkraftwerk weiterläuft, wird mehr Atommüll produziert. Atommüll, von dem niemand weiß, wohin damit. Es gibt weltweit kein sicheres Endlager, kein noch so tiefes Bergwerk kann Sicherheit gewährleisten. Weder Salz noch Ton oder Granit halten für Millionen Jahre dicht. Statt daraus Konsequenzen zu ziehen, wird die tödlich strahlende Fracht sinnlos hin- und hertransportiert. Die Gefahr von Unfällen, bei denen ganze Regionen radioaktiv verseucht werden können, wird dabei skrupellos in Kauf genommen.
Am 23. Oktober wird es an vielen Orten längs der Castorroute Aktionen geben, um auf die Gefahr von Castortransporten und Atomkraft hinzuweisen.

Auch WIR in Minden werden ein Zeichen setzen!

Wir werden in einem Demonstrationszug vom Marktplatz zum Bahnhof ziehen, um so den Bahnhof symbolisch vor der Gefahr des Castortransportes zu schützen.

Auftaktkundgebung: 23. Oktober, Marktplatz Minden: 12:00 Uhr
Schlusskundgebung: beim Bahnhof Minden: 14:30 Uhr

Wir wollen keinen Castor durch Minden, wir wollen keine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und wir wollen keine Politik, die Entscheidungen an uns Bürgern vorbei trifft!

Wir machen uns warm für Gorleben und einen heißen Protestherbst!

Infos zur Aktion in Minden: antiatomminden.blogsport.de
Infos zur bundesweiten Aktion: castor-strecken-aktionstag.de

Anti-AKW Protest in Berlin: 100.000 sagen „Atomkraft: Schluss jetzt!“

Dieses Bild wurde dem Flickr Account des Juso-Bundesverbands entnommen. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Bild wurde dem Flickr Account des Juso-Bundesverbands entnommen. Alle Rechte vorbehalten.

Die Anti-AKW Bewegung in Deutschland ist wieder auferstanden. Am Samstag protestierten 100.000 Menschen gegen die Pläne von CDU/CSU und FDP, die Laufzeiten der Atomkraftwerke um bis zu 14 Jahre zu verlängern. Damit kippt die schwarz-gelbe Regierung den Atomausstieg, der von der rot-grünen Bundesregierung unter Kanzler Schröder unter Beteiligung der 4 AKW- Betreiber E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW beschlossen wurde.

Sebastian Christoffer, Schriftführer der Jusos Herford, war bei der Demonstration dabei. Dazu hat er einen kurzen Erlebnisbericht geschrieben:

Samstag, gegen 11:40, Berlin Ostbahnhof: Mein Zug ist mit leichter Verspätung (ca. 10 min) angekommen. Beim Halt im Hauptbahnhof sehe ich schon viele Aktivisten. Ab gehts jetzt aber erst zum Hotel nach Friedrichshain.

12:00: Im Hotel angekommen, Tasche abgegeben und weiter mit der U-Bahn zum Alex

12:20: Am Alexanderplatz ist der S-Bahn Bahnsteig schon voll mit Anti-Atom-Aktivisten. Die S-Bahnen in Richtung Hauptbahnhof sind alle voll. Mit der 3. Bahn komme ich dann mit und fühle mich wie in einer Sardinenbüchse.

12:50: Berlin Hauptbahnhof. WoW! Der gesamte Bahnhofsvorplatz, die Straße zur Spreebrücke und eben diese sind voller Menschen. Man sieht viele rote und grüne Fahnen – überschattet wird alles von der gelben Anti-AKW Sonne.  Ich versuche zum SPD/Juso Wagen vorzudringen – gar nicht so einfach. Nach einiger Zeit gelingt es mir aber.

Die Jusos Bayern verteilen Trillerpfeifen der BayernSPD. Ein schönes Andenken. 😉

Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, wie viele SPD-Mitglieder den Weg nach Berlin gefunden haben. Hier sind nicht nur Jusos, nein auch ältere Genossinnen und Genossen sind stark vertreten. Die SPD ist – meiner Einschätzung nach – ähnlich stark wie die Grünen vertreten. Das ist eine tolle Leistung und ein vorallem ein Zeichen, dass Umweltpolitik auch in unserer Partei ernst genommen wird und ein zentrales Thema sozialdemokratischer Politik darstellt.

Der SPD/Juso-Truck setzt sich als 3. in Bewegung. Der Juso-DJ heizt die Genossinnen und Genossen sowie weitere DemoteilnehmerInnen kräftig an; die laute Musik wird immer wieder durch Kampfansagen unterbrochen.

Alle haben ein gemeinsames Ziel: Den Wiedereinstieg in die Atomenergie verhindern! Politik für 4 Großkonzerne gegen die Bevölkerung machen? Da kann man es schonmal deutlich sagen!

CDU? Scheiße! CSU? Scheiße! FDP? Scheiße! Dabei tun die Trillerpfeifen der BayernSPD natürlich auch ihren Dienst.

Währenddessen treffe ich zahlreiche Mitglieder der NRWJusos sowie Mitglieder anderer Landesverbände, die ich auf Veranstaltungen wie dem Sommercamp oder dem IUSY World Festival kennengelernt habe. Durch Zufall treffe ich auch Alex, ein Mitglied der Grünen Jugend Herford.

So geht es lautstark durchs Berliner Regierungsviertel, an der FDP-Zentrale vorbei zum Bundeskanzleramt und zum Reichstag. Die Demostration endet mit der symbolischen Umzingelung des Regierungsviertels sowie einer kurzen Sitzblockade.

Da 1 Bild bekanntlich mehr sagt als 1000 Worte und 1 Video mehr zeigt als 1000 Bilder:

– Jusos Kampagnenvideo

– Jusos (Flickr)

– Flickr Allgemein

– SPD Kampagnenvideo

–  .ausgestrahlt Kampagnenvideo

– Campact  Kampagnenvideo

– ZDF/Heute Berichterstattung

– Spiegel Online Berichterstattung

– RBB Berichterstattung

– MDR Aktuell Berichterstattung

Im Weiteren Velauf des Tages sehe ich noch viele Anti-Atom Fahnen in der Berliner Innenstadt, direkt im Anschluss an die Demo machen viele Cafés das Geschäft ihres Lebens – gegönnt sei es ihnen.

Atomlaufzeiten: Sicherheit unterm Hammer

nahlesDie Bundesregierung überlegt längere AKW-Laufzeiten an Atomkonzerne zu versteigern. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kritisierte die Pläne scharf: „Bei Atomlaufzeiten geht es um Sicherheit, nicht um das Staatssäckel.“

Die Versteigerung längerer Laufzeiten für Atomkraftwerke an den Meistbietenden sei kein interessantes Spiel, sondern „russisches Roulette“. Nur ein „akuter Sonnenstich“ könne erklären, was sich die Bundesregierung für Atomkraftwerke ausdenke, so Nahles.

Die Financial Times Deutschland (Dienstag) hatte zuvor berichtet, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung erwäge, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu versteigern. Vorbild sei die Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen. Bei der Auktion würde die Regierung zusätzliche Laufzeiten in Strommengen umrechnen, die die Atomkonzerne in kleinen Portionen ersteigern müssten.

Quelle: Andrea Nahles

Atompolitik von schwarz-gelb stoppen!

Atom_LogoKein Ausstieg aus dem Ausstieg! Atomenergie ist hochgefährlich, exorbitant teuer und klimafeindlich.

Am Montag, den 26. April 2010 jährt sich zum 24. Mal der Tag des atomaren GAUs in Tschernobyl. Dieses Ereignis und zahlreiche weitere „Störfälle“, beispielsweise auch in der Urananreicherungsanlage Gronau, haben bewiesen, dass Atomenergie eine unbeherrschbare Hochrisikotechnologie ist. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus den letzten 25 Jahren zum Trotz, halten CDU/CSU und FDP jedoch an der nuklearen Energieerzeugung fest. Im Sinne unserer und aller nachfolgenden Generationen lehnen wir die Atomenergie ab und fordern ein striktes Festhalten am beschlossenen Atomausstieg!

Deswegen fordern die Jusos Herford:

  • Das unumstößliche Festhalten am beschlossenen Atomausstieg!
  • Der Betrieb der Urananreicherungsanlagen in Gronau muss gestoppt werden!
  • Das bereits genehmigte Uranmüll“zwischen“lager neben der Anreicherungsanlage in Gronau darf nicht gebaut werden!
  • Die Einlagerung von Atommüll in der Leichtbauhalle in Ahaus im Westmünsterland beendet werden. Ahaus darf nicht zum Ablagerungsplatz einer verfehlten Energiepolitik werden, die seit Jahren nicht weiß wohin mit dem verstrahlten Müll!

Um diesen Positionen Gehör zu verschaffen und ein deutliches Zeichen gegen Atomenergie zu setzen, werden die Jusos Herford an ihrem Infostand am Samstag, den 24.04.2010 am Linnenbauerplatz Atomkraftwerkkekse verteilen und die Bürgerrinnen und Bürger bitten diese zu vernichten.

Am 9. Mai 2010 wollen wir einen Politikwechsel in Nordrhein-Westfalen. Gegen Atomenergie und für den entschiedenen Ausbau von Erneuerbaren Energien. Wir wollen voranschreiten ins solare Zeitalter und das atomare hinter uns lassen. Ein Politikwechsel in Düsseldorf sorgt für das nötige Gegengewicht im Bundesrat und eine bessere Zukunft für NRW!