10. Juso-Landeskonferenz NRW 2011 „Wir wissen, was wir tun!“

Einladung zur 10. Juso-Landeskonferenz Nordrhein-Westfalen 2011:

Liebe NRW Jusos,

unter dem Motto „Wir wissen was wir tun!“ treffen wir uns in diesem Jahr am 10. und 11. September in Aachen zur Landeskonferenz. Ich freue mich schon sehr, dass wir uns wiedersehen und gemeinsam diskutieren können!

Wir haben dieses Motto der Konferenz gewählt, weil wir inzwischen ein Jahr lang auf Grundlage unserer Beschlüsse Politik gestalten. Zu Recht werden wir als kompetenter und kraftvoller Verband wahrgenommen. Wir haben die verschiedenen politischen Ebenen eng und konstruktivkritisch begleitet. Vor allem die Landtagsfraktion und die Landesregierung waren immer wieder Adressat unserer politischen Forderungen. Mitgeholfen haben viele aus dem gesamten Landesverband. Das freut mich sehr und ich bin euch allen sehr dankbar für unser gemeinsames kraftvolles Auftreten!
Dabei waren wir oft erfolgreich, haben bisweilen mehr erreicht, als die Mutterpartei und vielleicht auch wir selbst uns zugetraut hätten. Manchmal sind wir aber auch mit unseren Forderungen gescheitert. Insgesamt hat sich seit der letzten Landeskonferenz viel verändert, das Land merkt die ersten positiven Veränderungen durch die NRWSPD und die Koalition. Doch das reicht uns nicht, wir werden unsere Ziele fest im Blick behalten!

Dafür brauchen wir die Landeskonferenz. Denn auch wenn wir im vergangenen Jahr intensiv und breit diskutiert haben, unser höchstes Gremium muss gemeinsam, kollegial und auch manchmal kontrovers diskutieren. Gemeinsam müssen wir unsere Politik reflektieren, neue Ziele ins Auge fassen und uns weiterhin in alle wichtigen Themen offensiv einmischen. Das bleibt unsere Aufgabe, die wir gerne wahrnehmen!
In diesem Zusammenhang vielen Dank für die vielen Beiträge aus dem gesamten Verband! Sie bereichern die Diskussion ungemein und geben ein Bild davon, wie intensiv wir auf allen Ebenen in die relevanten politischen Themen eingearbeitet sind. Dem Landesvorstand war es bei den Planungen wichtig, genug Zeit für die Antragsberatung einzuräumen.

Im Mittelpunkt steht die breite inhaltliche Diskussion, an der wir alle gemeinsam teilnehmen können und sollten. Wir freuen uns aber auch, dass wir zudem Generalsekretär Mike Groschek gewinnen konnten, um mit uns über die Parteireform zu diskutieren. Außerdem wird der parlamentarische Geschäftsführer Marc Herter mit uns über die Bilanz der Fraktion und Regierung sprechen und darüber, welche unserer Forderungen bald umgesetzt werden können. Ich freue mich sehr auf die Landeskonferenz und ihre bereichernden Debatten!

Glück auf!

Veith Lemmen
Landesvorsitzender der NRW Jusos

Dokumente:
Vorschlag zur Tagesordnung

Antragsbuch Landeskonferenz 2011

Vorlage Änderungsantrag

Vorlage Initiativantrag

Neufassung P1 "Parteireform: Wir wissen, was wir tun"

Neufassung B14

Initiativantrag 1 "Schulkonsens"

IUSY World Festival 2011 – ein Rückblick

In den letzten 100 Jahren hat das IUSY Festival Jugendlichen aus der ganzen Welt einen Platz geboten, sich auszutauschen, Themen gemeinsam zu diskutieren, voneinander zu lernen und Ideen weiterzuentwickeln, gemeinsam zu feiern und Vorurteile zu überwinden. Das IUSY Festival macht Internationalismus erlebbar und bietet die Möglichkeit, unsere Werte auch im Camp-Alltag zu leben.

Das IUSY Festival dass in diesem Jahr von unserer Schwesterorganisation der SJÖ (Sozialistischen Jugend Österreichs) organisiert wurde, stand unter dem Motto „We know where we come from – we know where we are going“. Ausgangspunkt für dieses Motto war der 100. Geburtstag von Bruno Kreisky, dem wohl bedeutendsten österreichischen Sozialdemokraten der Nachkriegszeit. Bruno Kreisky hat sich zusammen mit Willy Brandt und Olaf Palme immer für die Internationale Solidarität in der Politik eingesetzt.

Der Schock über die feigen Anschläge in Norwegen prägte auch das IUSY Festival. Die AUF ist Opfer dieses Anschlags geworden, weil sie für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft kämpft. Dieses Ziel verbindet alle Organisationen innerhalb der IUSY. Viele TeilnehmerInnen haben bei dem Anschlag gute Freunde verloren. Wir haben gemeinsam mit vielen Tausend GenossInnen aus der ganzen Welt gezeigt: Unsere Ideen sind stärker als die Gewalt und der Hass. Wir sind eine Gemeinschaft mit sozialstischen und sozialdemokratischen Werten, die weiterhin für ihre Ansichten kämpft. Dieses starke Zeichen wurde auch in der Festival-Declaration ausgedrückt, die ihr unten als Dokument findet.

Doch neben den schrecklichen Ereignissen und Gesprächen darüber fanden zahlreiche spannende und interessante Workshops statt. Über 100 Veranstaltungen zu allen wichtigen internationalen und globalen Themen haben das Festival zu einem einzigartigen Ort politischer Diskussion gemacht. Wir Jusos haben uns durch zahlreiche Workshops in die Debatten auf dem IUSY Festival eingebracht. So haben wir Workshops zur Situation der Linken im Nahen Osten, zur Entwicklungspolitik, zur Migrationspolitik, zur Finanztransaktionssteuer und zur Situation in Georgien organisiert. Neben den zahlreichen Treffen der einzelnen Landesverbände mit anderen Organisationen, gab es zentrale Treffen mit unseren Schwesterorganisationen aus Spanien (+ Katalonien), Frankreich, Italien, Schweden, Chile, Mexiko, von den Philippinen und mit unseren Partnerorganisationen im WBC – die Jugendorganisationen von Fatah, Meretz und Awoda.

Am Rande des Festivals fand der IUSY Council statt. Er ist das höchste beschlussfassende Gremium nach den IUSY Congresses. Die Ergebnisse der politischen Diskussionen aus den Workshops sind so direkt in die Beschlüsse des Councils eingeflossen:

  • IUSY unterstützt die demokratischen Revolutionen in der Arabischen Welt und verurteilt die Menschenrechtsverletzungen und Gewaltanwendung despotischer Regime.
  • IUSY setzt sich für die Anerkennung des Palästinensischen Staates durch die UNO-Vollversammlung ein.
  • Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass auch die globale Ökonomie demokratisiert werden muss. Wir brauchen eine Finanztransaktionssteuer!
  • Damit die Sozialistische Internationale (SI) wieder eine starke Stimme im globalen Ideenwettbewerb bekommt, muss sie reformiert werden. IUSY fordert die Begrenzung der Amtszeit für Spitzenpositionen, den Ausschluss von undemokratisch gewordenen Mitgliedern sowie die politische und finanzielle Unterstützung der IUSY-Arbeit.
  • IUSY fordert die Freilassung von Aung San Suu Kyi, die von der burmesischen Militärregierung unter Hausarrest gestellt wurde.
  • Wir wollen eine weltweite Abrüstungskampagne mit dem Ziel der Errichtung atomwaffenfreier Zonen, Verbot der Verbreitung von konventionellen Waffen, Absenkung der Verteidigungsbudgets.
  • Um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben und dem Klimawandel zu begegnen, fordert IUSY eine Umstellung der ressourcenverbrauchenden Produktionsweise. Der Energieverbrauch und der Verbrauch von natürlichen Ressourcen muss reduziert werden.
  • Wir wollen die Vereinten Nationen reformieren. Sie müssen eine wahre demokratische Repräsentation der ganzen Welt sein. Dazu muss das Veto-Recht und die permanente Mitgliedschaft im Sicherheitsrat abgeschafft werden.
  • IUSY begleitet und unterstützt die demokratische Transformation des Balkans und fordert ein Ende des Menschenhandels und der nationalistischen Bestrebungen.
  • Bildung und Arbeit ist kein Privileg, sondern ein Recht. IUSY fordert daher die Einhaltung internationaler Arbeitsstandards, Mindestlöhne, gebührenfreie Bildung und gleichen Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern.
  • Wer gerne in Erinnerungen schwelgen möchte, kann sich durch die Foto- und Video-Galerien klicken.

    Festival-Declaration
    Quelle: Jusos in der SPD, Bundesverband

„Wer was bewirken will, muss große Worte finden“

Grundlagenseminar der Jusos im Kreis Herford im Tagungshaus Wiesenhof

Grundlagenseminar

Die Jusos im Kreis Herford mit Ernst-Wilhelm Rahe (dritter von links vorne).

Unter diesem Motto fand am vergangenen Wochenende das Grundlagenseminar der Jusos im Kreis Herford statt. Die Jusos haben sich für das Wochenende ein volles Programm vorgenommen. Gestartet wurde mit einer „Schreibwerkstatt“, die von Ernst-Wilhelm Rahe, Mitglied des SPD-Landesvorstandes, geleitet wurde. Nomen, Verben und Adjektive wollten in die richtige Reihenfolge gebracht, Zeitungen analysiert und journalistische Fähigkeiten verfeinert werden.

Nach Kaffee und Kuchen referierte Alexandra Wend, Mitglied im Juso-Landesvorstand und Mitglied im Gleichstellungsteam auf NRW-Ebene, zum Thema Geschichte der SPD und Jusos. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Geschichte der proletarischen Frauenbewegung und gab einen Ausblick auf die politische Arbeit der NRW Jusos. Während der anschließenden Diskussion konnten einige Ideen zur besseren Einbindung junger Frauen in die politische Arbeit gesammelt werden. Ausklang fand der erste Seminartag beim gemeinsamen Singen von sozialistischen Arbeiterliedern. Außerdem gab es die Fußball-WM der Frauen auf Großleinwand.

Am Sonntag referierte Alexander Sturm, Sprecher der Jusos Löhne, zum Thema „Erneuerbare Energien“. In der Diskussion wurde besonders auf die Energiewende der Bundesregierung eingegangen. „Wichtig sei es zukünftig auf „Erneuerbare Energien“ und „Energieeffizienz“ zu setzen, so Korinna Klute, Vorsitzende der Jusos im Kreis Herford. Mit vielen neuen Ideen und Erfahrungen starten die Jusos in die zweite Jahreshälfte.