Schlagwort Laufzeitverlängerung

Wir schalten mal richtig ab…

…und fordern Lena Strothmann (CDU) und Gudrun Kopp (FDP) auf die Atomkraft abzuschalten!

Quelle: Flickr-Account „really nothing“/Alexander, Lizens: Creative Commons

Dazu wollen wir am Samstag (21.08.2010) eine Art Flashmob mit anschließender Demonstration veranstalten.

Aktionsidee:
Wir schalten mal richtig ab und setzen uns mit einem Strandstuhl auf den Rathausplatz.
Auf ein Zeichen springen wir hoch und fordern die Bielefelder MdB Lena Strothmann (CDU) und Gudrun Kopp (FDP) mit Plakaten auf, die Atomkraft abzuschalten.
Wir machen den Abgeordneten klar, die Menschen in Ihrem Wahlkreis sind klar gegen Atomkraft!
Im Anschluss findet ein bunter Demonstrationszug durch die Bielefelder Innenstadt statt.

Aktionsplan „Mal richtig abschalten!“: http://www.campact.de/atom2/abschalten/bielefeld

Datum: 21.08.2010 in der Zeit von 12:00 bis 15:00

Treffpunkt: Rathausplatz Bielefeld


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Anfahrt:
ÖPNV: Mit dem Zug bis Bielefeld Hbf, von dort mit der Stadtbahn bis zum Rathaus. (Linie 1 Richtung Senne, Linie 2 Richtung Sieker, Linie 3 Richtung Stieghorst, Linie 4 Richtung Rathaus)
Auto: Am idealsten B61 bis Milse, am Milser Krug links abbiegen und auf dem P&R Parkplatz der Stadtbahn parken. Mit Stadtbahnline 2 (Richtung Sieker) bis zum Rathaus fahren.

Mitzubringen: Nach Möglichkeit etwas zum Sitzen/Liegen (z.B.: Liegestuhl, Klappstuhl, Hocker, Strandmatte, Luftmatraze, Badetuch etc) , ggf. Sonnenschirm, Sonnenbrille usw.
Falls euch dies nicht möglich ist (am einfachsten ist natürlich ein Badetuch), auch nicht so schlimm – an der Demonstration könnt ihr ja trotzdem teilnehmen.

Quelle: Flickr-Account „really nothing“/Alexander, Lizens: Creative Commons

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„Längere Laufzeiten sind mit uns nicht zu machen“

steinmeier_bundestagMassiven Widerstand gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier angekündigt. Energiepolitisch gebe es für die Hochrisikotechnologie keinen Bedarf mehr.

Nach dem Ende der Sommerpause will sich die Bundesregierung auf eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken festlegen. Wie lange dann auch alte, unsichere Meiler noch betrieben werden sollen, bliebt bislang unklar. Jüngst hatte etwa CSU-Chef Horst Seehofer eine zeitliche Begrenzung insgesamt infrage gestellt. Ungewiss bleibt auch, in welcher Höhe die dann folgenden Zusatzeinnahmen der Energiekonzerne durch eine Brennelementesteuer belegt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und auch Umweltminister Norbert Röttgen hatte kürzlich davor gewarnt, die Atomwirtschaft zu stark zu belasten. Dabei rechnen Experten mit Erträgen von eine Million Euro für jeden alten abgeschriebenen Meiler – täglich.

Schwarz-Gelb wird den Widerstand der SPD „zu spüren bekommen“

Die SPD indes kämpft entschlossen für den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Fortsetzung des Atomausstiegs. „Längere Laufzeiten sind mit uns nicht zu machen“, bekräftigte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier im Interview mit der Bonner Rundschau (Donnerstag). Die Koalition werde den Widerstand der Sozialdemokratie „zu spüren bekommen“: Etwa im Bundesrat, in dem Schwarz-Gelb nach dem Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit mehr hat. Zusätzlich zu den SPD-geführten Bundesländern erwartet Steinmeier auch Widerspruch von Landesregierungen, in denen die CDU mit den Grünen regiert – das Saarland oder auch Hamburg.

Protestwelle läuft wieder an

Ein heißer Herbst dürfte der Bundesregierung bei ihren energiepolitischen Plänen nicht nur parlamentarisch bevorstehen, sondern auch an anderer Stelle. Derzeit mobilisiert ein breites gesellschaftliches Bündnis – auch die SPD ist dabei – für Proteste gegen die AKW-Laufzeitverlängerung: Am 18. September sollen zehntausende Menschen in Berlin das Regierungsviertel umzingeln. „Wir sagen: Schluss jetzt!“, heißt es in dem Aufruf, „und widersetzen uns dieser unverantwortlichen Atompolitik“.

Quelle: SPD.de

Atomlaufzeiten: Sicherheit unterm Hammer

nahlesDie Bundesregierung überlegt längere AKW-Laufzeiten an Atomkonzerne zu versteigern. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kritisierte die Pläne scharf: „Bei Atomlaufzeiten geht es um Sicherheit, nicht um das Staatssäckel.“

Die Versteigerung längerer Laufzeiten für Atomkraftwerke an den Meistbietenden sei kein interessantes Spiel, sondern „russisches Roulette“. Nur ein „akuter Sonnenstich“ könne erklären, was sich die Bundesregierung für Atomkraftwerke ausdenke, so Nahles.

Die Financial Times Deutschland (Dienstag) hatte zuvor berichtet, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung erwäge, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu versteigern. Vorbild sei die Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen. Bei der Auktion würde die Regierung zusätzliche Laufzeiten in Strommengen umrechnen, die die Atomkonzerne in kleinen Portionen ersteigern müssten.

Quelle: Andrea Nahles