Fair Play beim 1. SPD-Radewiger Fußballcup


Die drei siegreichen Mannschaften vom 1. SPD-Radewiger Fußballcup freuen sich über den Pokal und Gutscheine für eine Eisdiele.

Herford. 30 Jugendliche und junge Erwachsene spielten am letzten Freitag um den ersten Fußballcup der SPD-Radewig. Fast hätte der Veranstalter das Turnier kurzfristig mangels Anmeldungen abgesagt, aber die Initiatoren Birgitt Fischer und Pascal Kuhfus vom SPD-Ortsverein Radewig ließen sich nicht beirren: „Die kommen sicher ohne Anmeldung“, glaubten die Genossen und behielten recht.

Die Mannschaften aus dem Quartier „Im Kleinen Felde“ nennen sich Bad Boy fair, Ausländer Express und Die G´s Dieselstraße. Sie treffen sich fast täglich auf dem Fußballplatz gegenüber dem Freibad. „Fußball ist unsere Leidenschaft, wir spielen hier bei jedem Wetter,“ sagte Hüsko von den Bad Boy fair. Und dann zeigt Hüsko die vielen Schrammen an seinen Beinen: „Der Ball fliegt oft da hinten in die Dornenbüsche weil der Zaun an der Seite nicht hoch genug ist. Da hat die Stadt an der falschen Stelle gespart, genau wie hier beim geteerten Platz, da gehört Kunstrasen drauf “, sagt der junge Mann bevor er aufs Feld stürmte.

Die vierte Mannschaft heißt Fantastic 5 und ist eine Gruppe Sportschwimmer vom Stiftberg. Ihnen kam nicht nur die gute Kondition sondern auch die Erfahrung ihrer Herringhauser Fußballer zugute. 3-4 mal pro Woche schwimmen sie ihre Bahnen im benachbarten Freibad. Da war es nur verständlich, dass die anwesenden Ratsmitglieder von Schwimmer Lennart auf zu kurze Öffnungszeit (bis 19 Uhr) und die erhöhten Eintrittspreise angesprochen wurden. Doch am Freitag kamen die Schwimmer zum Fußballspielen, bei dem selbstverständlich auch die JUSOs um Pascal Kuhfus eine eigene Mannschaft stellten.

Auf dem Platz ging es sportlich fair zur Sache. Nur in der Schlussphase, als die Kräfte bei allen nachließen und der Pokal in greifbare Nähe kam, musste Schiedsrichter einige gelbe Karten ziehen und einen Platzverweis aussprechen.

Nach fast vier Stunden standen die Sieger fest: Der Ausländer Express, bestehend aus einem Freundeskreis vom Mobil Heim, blieb im Turnier ungeschlagen und gewann den Pokal. Auf Platz 2. folgten die Bad Boy fair und den 3. Platz belegten die Fantastic 5. Es folgten „Die G`s Dieselstraße“ und die Jusos.

Nach der Pokalübergabe zogen Birgitt Fischer und Pascal Kuhfus von der SPD-Radewig ihr Fazit: „Der Nachmittag war ein voller Erfolg und zeigt einmal mehr wie wichtig der Sport für die Integration ist. Hier treffen sich Menschen unterschiedlichsten Alters und Herkunft, finden ihre Gemeinsamkeiten und tolerieren Unterschiede.“ Ein besonderer Dank der Veranstalter gilt den Stadtwerken, die mehrere Kisten H2O-Mineralwasser zur Verfügung stellten, die bei den warmen Temperaturen gerne angenommen wurde.

Anfrage der SPD zum Verkauf des ehem. Sportplatzgeländes an der Hochstraße

Nachfolgend eine Pressemitteilung der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Herford:

Sehr geehrter Herr Seeger, sehr geehrter Herr Dr. Böhm,

der Betriebsausschuss des Immobilien‐ und Abwasserbetriebs (IAB) hat am 08.12.2010 in nichtöffentlicher Sitzung den mehrheitlichen Beschluss gefasst, das ca. 11.000 m² große ehem. Sportplatzgelände an der Hochstraße für 300.000 EUR an die Firma Heinze Kunststofftechnik & Co. KG zu verkaufen.

Diese Absichtserklärung konterkariert existierende und gültige Beschlüsse des Bau‐ und Umweltausschusses. Es existieren Aufstellungs‐ und Entwurfsbeschlüsse sowie Protokollnotizen dieses politischen Gremiums, aus denen klar und unmissverständlich hervorgeht, dass das alte Sportplatzgelände an der Hochstraße der Wohnbebauung zugeführt werden soll.

Die Aufstellungs‐ und Entwurfsbeschlüsse wurden zu keiner Zeit durch politische Gremien revidiert. Es gab bis zum 08.12.2010 zu keiner Zeit ein politisches Mandat, das o.a. Gelände an die Fa. Heinze zu verkaufen.

Ich bitte Sie deshalb um schriftliche Beantwortung folgender Fragen, zu verlesen im öffentlichen Teil der Bau‐ und Umweltausschusssitzung am 17.02.2011 und zu dokumentieren in der Niederschrift zu dieser Sitzung:

1. Welche Beschlüsse des Bau‐ und Umweltausschusses zur Änderung des Bebauungsplanes in puncto „Sportplatz an der Hochstraße“ existieren seit Schließung des Platzes, welchen Datums sind diese und warum ist die politische Absicht einer Wohnbebauung ‐ wie sie auch der Flächennutzungsplan vorsieht ‐ nicht umgesetzt worden?

2. Mit welchen Projektentwicklern ist die Stadt zu welcher Zeit in Kontakt getreten, hat es konkrete Gespräche bzw. Aufträge/Vereinbarungen zur Vermarktung des Geländes gegeben und aus welchen Gründen ist die Realisierung der Wohnbebauung gescheitert?

3. Wann hat die Firma Heinze erstmals Interesse an dem alten Sportplatzgelände bekundet, ist nach Beschlussfassung am 08.12.2010 im Betriebsausschuss bereits ein Vorvertrag mit der Firma Heinze über die künftige Nutzung des Geländes geschlossen worden und sind nachbarschaftliche Belange der dortigen Anwohner ausreichend berücksichtigt, wenn die Fa. Heinze nicht nur Parkplätze auf dem alten Sportplatz, sondern dort auch Gebäude bzw. Lagerhallen in großem Ausmaß bauen will?

Eckhart Klemens
Mitglied des Rates der Stadt Herford

15-Jähriger will mitmischen

Jüngstes Mitglied im SPD-Ortsverein Radewig

Herford. „Es macht mich wütend, wenn ich sehe, wie die Bundesregierung die Interessen der Atom-Lobby vor die Sicherheit des Volkes stellt“, begründet Meshut Cakar sein Engagement in der SPD.

Als jüngstes Mitglied im Ortsverein Radewig hat der in Deutschland geborene 15-jährige Gymnasiast nun sein Parteibuch entgegen genommen. „Ich will nicht nur zuschauen, sondern mitreden und mich für soziale Gerechtigkeit einsetzen“, sagte der junge Mann bei seiner Vorstellung.

Gemeinsam mit den Jusos will Meshut Cakar sich auch für die Abschaffung der Studiengebühren einsetzen um die Kluft zwischen Reich und Arm zu verringern und Schülern mit Migrationshintergrund die Integration zu erleichtern.

Für den SPD-Ortsverein Radewig ist der Neuzugang eine Verstärkung der Gruppe junger Nachwuchspolitiker. „Sie bringen frischen Wind in unsere Diskussionen und denken auch ganz unkonventionell über politische Themen nach“, freut sich die Ortsvereinsvorsitzende Birgitt Fischer.

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